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Mangelernährung, Nahrungsergänzungen, Ersatznahrungen

Für jeden Erwachsenen ist es ein Motivationskick mit vollbilanzierten Produkten einen schnellen Erfolg zu erzielen. Er kann in einem abgestimmten Zeitraum damit jederzeit die Ernährung vollständig oder teilweise ersetzen bzw. Mahlzeiten austauschen. Es ist leicht zu handhaben, der Stoffwechsel bleibt stabil und ist leicht in den beruflichen Alltag zu integrieren. Gleichzeitig wird durch diese Ernährungsumstellung eine Mangelernährung bzw.“ Hungersnot“ des Körpers sofort behoben und bringt so in kürzester Zeit eine Verbesserung der Lebensqualität in psychischer und physischer Hinsicht mit sich.

Jedoch, wenn langfristig eingesetzt, sollte diese Art von Umstellung von einem Arzt betreut werden. Ersatznahrungen unterliegen natürlich gesetzlichen Vorgaben und Gesetzen. So ist in einem Diätgesetz vorgeschrieben, welche Mengen und Stoffe in den Produkten enthalten sein dürfen. Makronährstoffe sind Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Mikronährstoffe sind Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, und dann gibt es da noch eine definierte Konzentration an Ballaststoffen. Vollbilanzierte Diäten wirken schneller als teilbilanzierte Diäten.


Der Stoffwechsel braucht ein ausgewogenes Verhältnis dieser o. g. Stoffe, das wichtigste für die Nerven und das Gehirn ist Glucose . Wird dem Körper nur wenig Energie zugeführt, dann geht der Stoffwechsel neue, andere Wege. Es beginnt bekannter Muskelabbau, der dann an erster Stelle steht. Von dort wird Eiweiß mobilisiert und zu Glukose umgebaut, womit die Versorgung der Nervenstränge und damit die Denkleistung gesichert ist. Mindestens 50 Gramm Eiweiß pro Tag sind notwendig um zu verhindern, dass unphysiologische und nicht gewollte Reaktionen stattfinden.

Das große Ziel muss jedoch sein, die alltägliche Nahrungsaufnahme zu optimieren ( siehe auch Artikel: Oberon ) und ausreichend naturbelassene Lebensmittel zu sich zu nehmen. Falls das in unserem heutigen Alltag oder wegen Erkrankungen nicht möglich ist, wären Nahrungsergänzungen mit bioaktiven Naturprodukten zu empfehlen, um akute und chronische Krankheitssymptome zu verbessern oder zu verhindern.

Dr. med. Jürgen Saeger
Leiter Abteilung Ernährungsmedizin

Seegartenklinik Heidelberg
Adenauerplatz
69115 Heidelberg
Tel.: 0176 83 12 5071

Was bringt eine Analyse von Körperdaten?

Eine computergestützte Messung (BIA) über die Körperzusammensetzung gibt Aufschluss über Störungen im Körper. Mit dieser Methode können frühzeitig Gesundheitsrisiken aufgedeckt werden. Schon darum ist die Akzeptanz der Methode hoch und wird routinemäßig in der Abteilung Ernährungsmedizin der Seegartenklinik Heidelberg ebenso wie in der Charite Berlin und anderen Universitätskliniken angewandt.

Von Patienten/innen wird diese Methode erfahrungsgemäß gerne angenommen, da eine frühzeitige Erfassung einer Fehl- oder Mangelernährung sowohl für gesunde als auch für kranke Menschen sehr wichtig ist. Außerdem ermöglicht sie dem Einzelnen einen Einblick in seinen Ernährungszustand,- z. B .Übergewicht und/oder Muskelabbau. Erkennung von Körperdaten bedeutet somit Gesunderhaltung und Vorsorge. Man kann den Zustand aller Zellen präzise bestimmen und feststellen in welchem Ernährungszustand sich die Organe, Muskeln etc. befinden. Für den Arzt ist es möglich einen schlechten oder guten Ernährungszustand zu erkennen und zu kontrollieren. Zellveränderungen, wie sie z. B. bei Stress, Tinnitus, chronischen Erkrankungen, Mangelernährung, Medikamenteneinnahme, Übergewicht, Diabetes etc. auftreten werden nachweisbar. Wenn die Zellen auf Grund eines schlechten Ernährungszustands erschöpft sind, können sie keine Energie mehr produzieren. Dieser Zustand geht mit körperlichen Symptomen und auch Krankheiten einher. Entsprechend erhält der Arzt von der Datenbank wichtige Informationen, die Ausgangspunkt für weitere Planungen und Maßnahmen sind und gleichzeitig ein Motivationskick für Veränderung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten sein können.
Da die Messung für die unterschiedlichsten Bedürfnisse zum Einsatz kommt, ist sie ein wertvoller Helfer in der medizinischen Ernährungsberatung. Die Messung ist exakt und reproduzierbar. Bei einem biologischen Leiter, z. B. wie der Mensch, haben verschiedene Gewebe und deren verschiedenen Zellen unterschiedliche Widerstände und Messdaten, die ein wichtiges Instrument für eine Verlaufskontrolle und eine Erfolgsbilanz darstellen.
In Zusammenarbeit mit den Universitäten Jena und Kiel wurden Daten von über 12.000 Kindern und Jugendlichen analysiert und eine Datenbank für Körperfett und Körperwasser bei Kindern entwickelt, ebenso für Gewicht und Körpergröße.
Dadurch eignet sich eine Messung als technisch unkomplizierte Methode ideal zum Screening von Wachstum- und Gewichtsentwicklung.

Dr. med. Jürgen Saeger
Leiter der Abteilung für Ernährungsmedizin

Seegartenklinik Heidelberg
Adenauerplatz 2
69115 Heidelberg
Tel.: 0176 83 12 5071

Übergewicht und Krebs

Um sich gesund zu ernähren sind die Kenntnisse einiger Forschungsergebnisse von Vorteil. So ist nachgewiesen, dass Übergewicht nicht nur Krankheiten wie Diabetes, Gefäßerkrankungen und das metabolische Syndrom begünstigen, sondern auch Krebserkrankungen; außerdem soll dazu auch noch im Hintergrund ein Zusammenhang zwischen Insulin (-behandlung ) und Krebs bestehen und damit wäre Diabetes auch ein Risikofaktor für Krebs. Übergewicht ist mitverantwortlich für Brustkrebs in der Menopause, Leberkrebs, Darmkrebs und Gebärmutterkrebs.

Da bei Übergewicht das Fettgewebe vergrößert ist, was dann zu erhöhten Fettsäuren im Blut führt, lagert sich Fett in den Organen ab, dort wirkt es toxisch und würde so die Krebsentstehung fördern. Das würde 1,5 Milliarden Menschen weltweit betreffen. Bei der Forschung hat man festgestellt, dass ein erhöhter Körperfettanteil bestimmte Schadstoffe und viele verschiedene Hormone freisetzt, die eine weitere Fettzunahme und auch Krebsentstehung begünstigen. Und eine Mangelernährung oder/und Inhaltsstoffe bestimmter Nahrungsmittel werden als krebsfördernd angesehen.

Weiterhin weiß man, dass die Muskelmasse eine endokrine Funktion hat, indem sie bei sportlicher Bewegung der Muskeln sog. Myokine freisetzt. Dieses sind Stoffe mit mehreren Faktoren, die direkt eine Schutzwirkung auf Krebs vermitteln, indem sie auf sie auf die Organe einwirken und dort eine schützende Funktion auf Krebs haben.

Diese bemerkenswerten Ergebnisse sollen uns zeigen , dass Bewegung, gesunde Ernährung mit Vitalstoffen, Anstreben einer Gewichtsabnahme bei Übergewicht mit Umstellung des Stoffwechsels für unsere Gesundheit sehr sinnvoll ist.

Da es schwierig ist, gewohnheitsmäßige Verhaltensweisen zu verändern, müssen dazu Selbsthilfetechniken (Kompetenztraining) eingeübt werden. Das ist eine echte Herausforderung aber so lässt sich langfristig ein gesunder Lebensstil ermöglichen bzw. vermitteln d.h. das Neue wahrnehmen und selbst mitentscheiden.


Dr. med.
Jürgen Saeger

Leiter der Abteilung für Ernährungsmedizin

Seegartenklinik Heidelberg

Adenauerplatz 2
69115 Heidelberg
Telefon: 06221-3929330

 

Rhizarthrose – Schluss mit Daumendrücken

Was ist eine Rhizarthrose? Jeder kennt das unangenehme Gefühl einer schmerzenden Hand nach Belastungssituationen.

Meist klingt der Schmerz jedoch nach einiger Zeit ab, bei manchen bleibt er. Doch nicht jeder Schmerz im Daumen muss sofort eine Rhizarthrose sein, trotz allem sollte man bei langanhaltenden Schmerzen und Schwächesymptomen im Daumen lieber einen Arzt konsultieren. Unter einer Rhizarthrose versteht man eine Arthrose (Gelenkverschleiß) des Daumensattelgelenks. Das Daumensattelgelenk verbindet den ersten Mittelhandknochen mit dem großen Vieleckbein und ist somit in der Funktion eines Kugelgelenks für die Bewegung des Daumens zuständig.

Ist dieses Gelenk verschlissen, kann es zu Schmerzen im Daumenbereich kommen (Rhizarthrose). Ursache für die Rhizarthrose ist meist eine Überlastung des Handgelenks, wobei aber auch hormonelle Ursachen vermutet werden, da die Rhizarthrose oft nach der Menstruationspause bei Frauen vorkommt.
 

Wie erkenne ich eine Rhizarthrose? 

  • - Schmerzen im Daumenbereich im Ruhe- und Belastungszustand 
  • - Schwäche des Daumens 
  • - Schwellungen an der Hand 
  • - Schmerzen bei Berührung der betroffenen Stelle 
  • - Schwierigkeiten beim Bewegen des Daumens

 

Wie kann ich eine Rhizarthrose behandeln lassen? 

Rhizarthrose ist zwar nicht heilbar, doch die Schmerzen lassen sich eindämmen, sodass dem Patienten wieder ein schmerzfreies Leben ermöglicht wird. Wie bei vielen anderen Krankheiten gibt es verschiedene Behandlungsoptionen. Anhand eines Röntgenbildes wird die Rhizarthrose diagnostiziert. Der erste Schritt ist dann meist eine konservative Therapie. Bei der konservativen Therapie wird das Gelenk nicht operiert, sondern es wird versucht, die Entzündung des Gelenks durch spezielle Schienen, Kühlung der betroffenen Stelle und Physiotherapie zu stoppen.Meist ist noch eine medikamentöse Therapie mit schmerz- und entzündungshemmenden Mitteln sinnvoll. Wenn diese Therapiemethoden keine Milderung der Schmerzen bringen, hat man die Möglichkeit einer operativen Behandlung. Hierbei wird das große Vieleckbein entfernt und ein Teil der Handgelenksbeugesehne mit dem ersten Mittelhandknochen fixiert. Nach der Operation wird die Hand mit Hilfe einer Schiene etwa fünf Wochen lang geschont. Um die Hand wieder vollkommen bewegungsfähig zu machen wird eine Physiotherapie empfohlen.

In der Seegartenklinik Heidelberg werden seit Jahren routinemäßig Rhizarthroseoperationen von unseren Fachärzten Dr. med. Günther Riedel und Prof. Dr. med. A.K. Martini durchgeführt. Wir können auf eine große Anzahl zufriedener Patienten zurückblicken und empfehlen ihnen deshalb, die Operation von unseren spezialisierten Chirurgen durchführen zu lassen. Der Eingriff dauert etwa eine Stunde und ist mit einem stationären Aufenthalt in unserer gut gelegenen Klinik in Heidelberg verbunden. Sie sind herzlich eingeladen, mit uns Kontakt aufzunehmen und einen Termin zu einer Vorbesprechung mit unseren Fachärzten zu vereinbaren.

Entspannen, und den benötigten Schlaf erhalten.

Na? Die Neujahrsvorsätze schon über Bord geworfen? Seien wir ehrlich, die meisten Vorsätze klingen oft wie eine Menge Arbeit. Weniger Arbeiten? Mehr Entspannen? Weniger Stress? Nicht so einfach wenn der Alltag einen wieder Einholt. Der Schlüssel zur Entspannung liegt im gesunden und ausreichenden Schlaf.

Wir haben für Sie ein paar Tipps die Ihnen behilflich sein könnten um entspannt Einzuschlafen:

Autogene Entspannung

Setzen oder legen Sie sich in entspannter Lage hin und konzentrieren Sie sich auf Ihre Atmung. Bei jedem Ausatmen entspannen Sie jeweils einen Körperteil. Gehen Sie Ihren Körper in Gedanken von oben nach unten durch und entspannen Sie jedes einzelne Körperteil. Angefangen von Kopfhaut bis über den Bauch hin zu den Zehen. Entspannen Sie auch jedes einzelne Bein separat. Wenn Sie genügend Zeit haben, können Sie auch jeden einzelnen Finger oder Zeh entspannen. Je genauer, desto effektiver.


Visualisierung

Eine visuelle Reise in einen ruhigen und friedlichen Ort kann ebenso Wunder bewirken. Gehen Sie in Ihrer Fantasie auf eine Reise ans Meer, stellen Sie sich den Geruch von Salzwasser und das Rauschen des Meeres vor. Die Wärmende Sonne auf den eigenen Körper.


Lesen

Für alle, denen das zu albern ist: Lesen hilft seit Jahrhunderten. Verzichten Sie darauf auf Ihrem Smartphone oder Tablet zu lesen. Die Blautöne des Displays werden Sie vom Schlafen abhalten. Am besten ist ein langweiliges Buch. Das Gehirn wird immer wieder abschalten, nicht mehr Grübeln und die Augen werden müde.

Achtung

Menschen die oft sehr schnell einschlafen, in unter 2 Minuten, sind meist übermüdet. Der Grund könnte eine Schlafstörung sein. Sie schlafen zwar ausreichend, aber die Schlafqualität lässt zu wünschen übrig. Schnarchen, Schlafapnoe oder RLS (Restless Leg Syndrome)können die Schlafqualität stark beeinträchtigen. Eine schlafmedizinische Untersuchung könnte Ihnen helfen.

Sinusitis - Nebenhöhlenentzündung ohne Antibiotika behandeln

Viele Patienten möchten immer gleich Antibiotika bei einer Sinusitis / Nebenhöhlenentzündung. Dies ist jedoch nicht immer der beste Therapieansatz, da der Großteil der Nebenhöhlenentzündung durch Viren verursacht wird und nicht von Bakterien. Je mehr Antibiotika man zu sich nimmt, desto weniger wirksam sind diese in wirklich notwendigen Fällen. Anstatt gleich zum Antibiotikum zu greifen, gibt es alternative Methoden um die Nebenhöhlenentzündung zu behandeln. Das Wichtigste ist, dem Körper genügend Ruhepausen zu geben die er braucht um die Infektion mit voller Kraft zu bekämpfen. Vor allem in der ersten Tagen, sobald sich die ersten Symptome zeigen.

Hausmittel

  • Warme Getränke helfen den Schleim aufzulösen und den Abfluss zu gewährleisten. Tee gehört zu den beliebtesten und meist effektivsten Mitteln. 
  • Warme und feuchte Luft zu inhalieren kann ebenfalls Wunder bewirken und man spürt regelrecht wie sich der zähe Schleim löst. 
  • Nachts sollte man mit einem erhöhten Kissen oder, einer Kopfstütze für eine erhöhte Liegeposition des Oberkörpers sorgen. 
  • Wenn Halsschmerzen im Spiel sind, kann warmes Wasser mit einem halben Teelöffel Salz die Schmerzen lindern. 
  • Auch Nasenspülungen mit Salzwasser sind sehr effektiv und beschleunigen die Schleimlösung.

Virale Nebenhöhlenentzündungen können sich auch zu bakteriellen entwickeln. Es ist selbst für den Mediziner nicht leicht, geschweige denn als Laie, zu diagnostizieren ob eine virale oder bakterielle Infektion vorliegt. Sollten die Beschwerden immer stärker werden (Kopfschmerzen, Kieferschmerzen usw.) und die oben genannten Hausmittel nicht helfen, sollten Sie ihren Arzt konsultieren.

Nicht selten ist eine dentogene Herdinfektion, gerade bei ständiger Entzündung, (toter Zahn, Zyste) für die Sinusitis verantwortlich. Dann hilft es die Kieferhöhle zu chirurgisch zu eröffnen und dadurch den Ausfluss des Eiters zu ermöglichen. Gerne beraten wir Sie in unserer kieferchirurgischen Abteilung in der Seegartenklinik.

Abteilung für Kieferchirurgie - Telefon: 06221-3929310

Weil wir immer das Ganze betrachten – Das unterschätzte Zungenbein

Wenn wir ehrlich sind, fällt uns doch, es sei denn wir haben eine medizinische Ausbildung genossen, nicht wirklich viel zum Zungenbein ein. Der Eine oder Andere kennt es aus Krimis, weil es hier hin und wieder als Todesursache herhalten muss. Manch einem mag es dämmern, erinnert er sich an seinen Erste-Hilfe-Kurs zurück – stabile Seitenlage – Kopf überstrecken – Zungenbein – da war doch was?!

Genau, da war was, doch was genau macht das Zungenbein und wie wirkt sich seine Positionierung auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden aus? Im Rahmen der stabilen Seitenlage überstrecken wir den Kopf des Betroffenen und sorgen damit für eine freie Atmung, für optimalen Durchlauf durch alle Atemwege. Wer mag, kann dies gerne kurz an sich selbst testen und den Kopf möglichst weit nach vorne nehmen. Es ist wirklich erstaunlich, wie viel besser die Atmung funktioniert. Übrigens ein unscheinbarer Trick für Läufer und Sprinter, die durch das Vornehmen des Kopfes erreichen, dass sie besser atmen können und ihren, durch die Aktivität erhöhten, Sauerstoffbedarf optimal decken. Wesentlich schwerer fällt das Atmen, wenn der Kopf nach hinten gezogen wird. 

Grundsätzlich können wir uns also durch ein Überstrecken des Kopfes eine bessere und leichtere Atmung verschaffen. Doch was ist mit den Menschen, die beispielsweise durch Übergewicht ihre Atemwege sehr belasten, die unter einer obstruktiven Schlafapnoe, also unter Atemaussetzern während des Schlafes leiden? Diese Menschen überstrecken ihren Kopf instinktiv, weil sie schon früh bemerkt haben, dass es sich besser atmen, luftholen und schlafen lässt in dieser Haltung. 

Doch was gut ist für eine freie Atmung und eine gute Sauerstoffversorgung im Gehirn, kann andernorts Probleme bereiten. Ihr Körper nimmt Ihnen ihre Entscheidung oft ab – durch Rücklage des einen oder anderen Kiefers, die sich wiederum auf das Zungenbein oder den weichen Gaumen auswirkt, wird er vor die Wahl gestellt gut und frei atmen zu können oder Haltung anzunehmen. Scheinbar natürlich entscheidet der Körper sich für die freie Atmung und Sie halten instinktiv den Kopf überstreckt. Sicher ahnen Sie, was durch diese Fehlhaltung alles in Mitleidenschaft gezogen werden kann. Das dauerhafte Überstrecken führt neben Schmerzen im Hals- und Nackenbereich, Kopfschmerzen bis hin zu Migräne, auch zu Beschwerden im restlichen Knochenskelett. Im schlimmsten Fall lassen Sie sich komplett auf den Kopf stellen, werden sämtliche Körperregionen in den einzelnen Fachpraxen untersucht und keiner der konsultierten Behandler wird in „seinem“ Fachbereich eine Erklärung für Ihre Probleme finden.

Wir in der SeegartenKlinik sehen das Ganze, gehen interdisziplinär an Ihre Beschwerden heran und werden somit auch gemeinsam schnell zu dem Ergebnis kommen, dass Ihre Fehlhaltung Grund für Ihre Schmerzen und das Zungenbein, bzw. die Rücklage eines Ihrer Kiefer Grund für die Fehlhaltung ist.

3D Rekonstruktion der Atemwege vor und nach eine Kieferumstellungsosteotomie

Das Zungenbein, auch Hyoid genannt, ist ein kleiner hufeisenförmiger Knochen, dieser wird beim Atmen, Sprechen, Schlucken und Husten beansprucht und sorgt dafür, dass die Luftröhre geöffnet bleibt. Das Hyoid liegt unter der Zunge am Anfang des Halses und ist durch Muskeln und Bänder an der Schädelbasis fixiert. Einer dieser Muskeln ist der Kinn-Zungenbein-Muskel, der seinen Ursprung am Unterkiefer und seinen Ansatz am Zungenbein hat. 

 

Unterkieferrücklage und die Atmung

Leiden Sie unter einer Unterkieferrücklage, liegt der Unterkiefer zu weit zurück und die Aufhängung des Zungenbeins ist eher schlaff. Das Hyoid hängt herunter und ist, weil ein korrekter Muskelzug nach vorne in Richtung Unterkiefer fehlt, zu weit zurückgelegt. Durch diese Rücklage des Hyoids ist die Luftröhre verengt. Siehe Abbildung. Das Zungenbein in Rücklage, die Luftröhre verengt, das Problem mit der Atmung ist vorprogrammiert. 

 

Eine Fehlhaltung, die durch solch eine Rücklage bedingt ist, wird durch eine Vorlagerung des Zungenbeins erreicht, was mittels einer Rotationsbewegung realisiert wird. Durch die Rotation wird der mit dem Hyoid verbundene Muskel und somit auch zwangsläufig das Zungenbein nach vorne und nach oben verlagert, die Atemwege geöffnet und eine freie Atmung und sichere Sauerstoffversorgung des Gehirns gewährleistet.

 

Oberkieferrücklage und die Atmung

Ist der Oberkiefer in Rücklage, versperrt der weiche Gaumen die Atemwege. Die Nasenatmung wird behindert und Sie atmen ständig durch den Mund. Doch auch wenn Sie offensichtlich durch den Mund atmen, ziehen Sie Luft durch die Nase. Je stärker die Ausprägung der Rücklage, je dichter die Nase und wenn der Zustand erkältungsähnliche Ausmaße annimmt, Sie also das Gefühl bekommen, Ihre Nase sei nur noch zu und verstopft, dann stellt sich das Gefühl ein, nicht genug Sauerstoff zu bekommen. Durch die Oberkieferrücklage hat auch die Zunge automatisch weniger Raum und versperrt nach hinten

 

 

Wie aus einer Kieferfehlstellung eine Depression wird

Auch wenn man es dem männlichen Geschlecht gerne zuschreibt, das Schnarchen ist kein geschlechtspezifisches Phänomen. Die Schlafgeräusche stellen so manche Beziehung auf die Probe, und dabei kann es ihr mit ihm ebenso ergehen, wie ihm mit ihr. Doch haben Sie sich schon einmal Gedanken über die Ursachen Ihres Schnarchens gemacht? Sind Sie schon einmal auf die Idee gekommen, dass Ihr Kiefer Grund für die abenteuerlichen Geräusche sind, die Ihrem Partner und Ihnen den Schlaf rauben? Und damit erklärt sich auch der leicht provokante Titel dieses Beitrags, denn seinen wir mal ehrlich, die Schuld an Ihrer Depression geben Sie doch eigentlich dem Schnarchen.

Die Kieferfehlstellung muss Ihnen gar nicht selbst auffallen – Sie kennen es gar nicht anders so zu beißen, wie Sie beißen und so zu kauen wie Sie kauen oder, Sie sind sich der Fehlstellung zwar bewusst, würden sie aber nie mit Ihren Schlafstörungen zusammenbringen. Dass Sie nachts ganze Wälder zu Streichhölzern zerlegen, weiß Ihr Partner in allen Details zu berichten. Sie bekommen davon in der Regel gar nichts mit. Schnarchen an sich ist auch zunächst nicht wirklich schlimm. Problematisch ist es, wenn sich zu der flachen Atmung und dem Schnarchen Atemaussetzer gesellen. Dauern diese Atempausen länger als 10 Sekunden an, sprechen wir Mediziner von einer sogenannten Schlafapnoe. Die große Krux ist, dass Sie es in der Tat nur selten selbst merken und auch Ihr Partner eigentlich nur davon Wind bekommt, wenn er explizit auf Aussetzer der Atmung neben ihnen achtet. Im Normalfall wird er einfach froh darüber sein, nichts von Ihnen zu hören und diese Geräuschpause nutzen, selbst schnell einzuschlafen. Sollten Sie also den Verdacht haben, bitten Sie Ihren Partner darum, dass er Ihrer Atmung mehr Beachtung schenkt. Sie selbst fühlen sich, als hätten Sie ganz normal geschlafen, fühlen sich aber trotzdem am nächsten Tag schläfrig, matt und wie erschlagen.

Liegt ein sogenanntes obstruktives Schlafapnoe-Syndrom, kurz OSAS, vor, resultieren in einem schleichenden Prozess viele weitere Symptome aus der Schlafstörung. Sie fühlen sich nicht fit, sind ewig müde, weniger belastbar und funktionieren einfach nicht mehr so, wie Sie es von sich und andere es von Ihnen gewohnt sind. Einfache Dinge des alltäglichen Lebens werden für Sie zur großen Herausforderung, Sie machen bei routinemäßigen Abläufen, die Sie eigentlich wie im Schlaf beherrschen Fehler und das Leben zieht mehr und mehr einfach an Ihnen vorbei. In kürzester Zeit wird Ihre Lebensqualität enorm beeinträchtigt und Sie fühlen sich schlecht, drehen sich mit Ihren Gedanken im Kreis und schneller als Sie es selbst für möglich halten, stecken Sie inmitten einer Depression, die, und damit schließt sich der Kreis zu unserem Titel, eher aus der Kieferfehlstellung resultiert, als aus dem Schnarchen. Das Schlafgeräusch, kann durch die kompetente Behandlung der Fehlstellung behoben werden und somit auch schließlich die Depression therapiert.

Ein Überbiss, fehlende oder stark zerknirschte, zermahlene Zähne wirken sich auf die Tätigkeit ihrer Muskulatur im Kiefer- und Rachenraum aus. Erschlafft zudem die Muskulatur der oberen Atemwege, verengt sich der Rachenbereich und verschließt sich vielleicht sogar, entstehen Atemaussetzer, die über mehrere Sekunden hinweg zur Folge haben, dass Ihr Körper nicht genug mit Sauerstoff versorgt wird. Während Sie also den Anschein erwecken, völlig normal zu schlafen, sinkt Ihr Blutdruck, der Puls verringert sich und nach ein paar Sekunden meldet Ihr Gehirn Gefahr in Vollzug. Ein kurzer heftiger Weckreiz sorgt zwar dafür, dass Sie für einen Augenblick aufwachen, doch bemerken müssen Sie das nicht zwangsläufig. Dennoch wird Ihr Schlaf unterbrochen, Pulstakt und Blutdruck steigen wieder. Diese Szenerie einmal in der Nacht fällt nicht ins Gewicht, doch bei einer Schlafapnoe treten diese Atemaussetzer-Wach-Phasen häufiger auf und verhindern damit, dass Sie in Ihren wichtigen Tiefschlaf gelangen. So stört das Schnarchen nicht nur die Nachtruhe Ihres Partners, sondern auch unbemerkt Ihren Schlafrhythmus vehement. Über mehrere Wochen und Monate hinweg ein unbedingter Auslöser für eine Depression. Sollte Ihr Kind eine Hyperaktivität an den Tag legen, ziehen Sie eine obstruktive Schlafapnoe in Betracht und lassen Sie auf jeden Fall die Kiefer durch einen Facharzt auf Fehlstellungen untersuchen.

Liegt eine Kieferfehlstellung vor, die das Schnarchen und damit sogar die Atemaussetzer begünstigt, werden wir mit Ihnen gemeinsam die Vorgehensweise genau erörtern. Oftmals reicht eine Schiene, die beispielsweise das Knirschen und Pressen unterbindet. Eventuell müssen Zähne konservativ neu oder prothetisch versorgt werden. Nach eingehender Befundaufnahme, können wir Ihnen ausführlich Auskunft geben und Sie umfassend beraten. Gleiches gilt für eventuelle Eingriffe, die von den Kollegen der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde durchgeführt werden. So kann mittels einer Uvulovelopharynxplastik, bei der Zäpfchen, Rachen und Gaumensegel gestrafft und damit die Atemwege vergrößert werden, die Atemstörung beseitigen. Neueste Studien haben allerdings ergeben, dass diese Wirkung nicht von langer dauer ist. Auch in diesem Fall darf unser Hinweis auf die interdisziplinären Behandlungsmethoden nicht fehlen. Wie in vielen anderen Fachbereichen auch, greifen unter Umständen mehrere medizinische Fachbereiche ineinander, damit wir Ihnen die bestmögliche Linderung verschaffen können.

 

 

 

 

 

 

CMD-Therapie statt Facelift

Jünger, straffer und schöner mit einer Aufbissschiene

Was bitte hat eine korrigierende Kieferschiene mit einer Verjüngungskur zu tun und wie sollte sie das leisten, was ein Facelifting verspricht?

alt Die Antwort: interdisziplinäre Medizin. Ein Terminus, der Ihnen auf unserer Webseite immer wieder unter kommt und eine weitere Erklärung dafür, dass es wichtig ist, den Körper und den Geist als Ganzes zu betrachten. Gerade unsere Zähne und Kiefer sind an vielen Beschwerden und Erkrankungen ursächlich beteiligt. Ein schlechter Zahn- und Kieferstatus kann sich durchaus auch auf das auswirkten, was wir salopp die Zeichen der Zeit nennen. Nicht jede Falte hat ihren Ursprung im Alterungsprozess und muss von daher auch nicht unbedingt operativ behoben werden. Damit schließt sich der Kreis zur interdisziplinären Medizin. Der Sinn liegt nicht im direkten Griff zum Skalpell, sondern in eingehenden Untersuchungen von Medizinern aus verschiedenen medizinischen und therapeutischen Bereichen und einer Behandlung, die Ihnen Ihre Beschwerden und Schmerzen nimmt. So kann es durchaus sein, dass Sie als Patient mit einer Craniomandibulären Dysfunktion, also einer Fehlbisslage ihrer Kiefer, im Rahmen Ihrer Behandlung, der sogenannten CMD-Therapie, ein umfangreiches Facelifting erfahren, Ihre Gesichtshaut jünger, straffer und schöner erscheint. Darum kann eine CMD-Therapie wie ein Facelift wirken. Die CMD tritt in allen Altersschichten auf und bereitet mitunter Beschwerden und Schmerzen, die, wie kranke Zähne und Zahnschmerzen, in den gesamten Körper ausstrahlen können. So versteht es sich von selbst, dass die Therapie interdisziplinär erfolgt, sich also nicht nur ein Zahnarzt Ihren Beschwerden widmet, sondern unser gut organisiertes Behandlerteam.

Die häufigsten Ursachen einer Craniomandibulären Dysfunktion sind:

  • Ein schadhafter Zahnstatus mit beispielsweise kariösen, zerstörten oder fehlenden Zähnen und die dadurch angenommene Schonhaltung beim Essen und Kauen.
  • Ein angeborener und nicht behandelter Fehlbiss
  • Psychosoziale Einflüsse, wie Stress oder Depressionen

Neben der angenommenen Schonhaltung über Tag, verarbeiten Sie in der Nacht Ihre Sorgen und Probleme, was zu vermehrtem Pressen und Knirschen und somit zu Verspannungen und Schmerzen führt. Alle diese Ursachen lassen sich auf Dauer in Ihrem Gesicht ablesen. Durch die unnatürliche Nutzung der Kaumuskulatur, die veränderte Bisshaltung und damit das „Umtrainieren“ Ihrer Kiefer, erschlaffen Hautpartien und bilden sich beispielsweise Falten oder Grübchen. Nach eingehender Untersuchung und Beratung erfolgt die Behandlung Ihrer Beschwerden in drei Therapieformen:

  • initiale Therapie
  • kausale Therapie
  • definitive Therapie

Die initiale oder auch symptomatische Therapie dient der Schmerzausschaltung. Sie erhalten Medikamente und eventuell physikalische und physiotherapeutische Anwendungen, die Ihnen Ihre Schmerzen nehmen. Das schädliche Knirschen und Pressen wird durch eine individuell gefertigte Aufbissschiene unterbunden.

An die initiale Therapie schließen kausale und definitive Therapie an. Hierbei werden interdisziplinär die Ursachen Ihrer Dysfunktion durch physiotherapeutische, psychologische und zahnärztliche Eingriffe und Behandlungen behoben. Finales Einschleifen der Zähne oder prothetischen Versorgungen stellen die normalen, gesunden Bissverhältnisse endgültig wieder her. Gegebenenfalls kann eine kieferorthopädische Korrektur anschließen. Sollten Sie Ihren Alltag weiterhin nachts mittels Knirschen und Pressen verarbeiten, empfiehlt sich ein weiteres Tragen der Kieferschiene. Bereits während der Behandlungen, wird sich auch das Gesicht und die Haut verändern. Durch die nun mögliche optimale Kaubelastung und die entspannte Kieferhaltung ohne Knirschen und Pressen, erhalten Gesichtsmuskulatur, Bindegewebe, Haut und Lippen die eigentliche, ursprüngliche Spannung zurück, Falten gehen zurück und Ihr Gesicht wirkt jünger, schöner und straffer.

 

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