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    "Gebt den Leuten mehr Schlaf - und sie werden wacher sein, wenn sie wach sind."
    Kurt Tucholsky

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    In vielen Fällen sind Kieferfehlstellungen Ursache oder haben zumindest Anteil an dem Ausmaß einer Schlafapnoe.

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Privatversicherte und Selbstzahler

Schlafstörungen

Jeder Mensch kennt Schlafstörungen. Entweder werden Alltagsprobleme mit ins Bett genommen, beschäftigt vielleicht eine Auseinandersetzung länger als gewünscht oder es wurde vielleicht zu spät noch zu viel oder fett gegessen. Keine Nacht gleicht der Anderen und während es sich in der einen Nacht schlafen lässt wie das sprichwörtliche Murmeltier, ist in der nächsten Nacht, aus unerfindlichen Gründen keine Ruhe zu finden. Da wird sich hin und her gewälzt, werden die berühmten Schäfchen gezählt oder aus lauter Verzweiflung das Fernsehprogramm bis in die frühen Morgenstunden verfolgt.

20% der Bevölkerung leiden allerdings unter anhaltenden und dauerhaften Schlafstörungen, die über kurz oder lang unter ärztlicher Aufsicht behandelt oder therapiert werden sollten. Der Fachmann unterscheidet zwischen der primären Schlafstörung und der Schlafstörung als Folge einer psychischen Störung. Während die primäre Schlafstörung aus eigenem Handeln oder Empfinden heraus entsteht, liegen im anderen Fall nicht selten Krankheiten wie Depressionen zu Grunde.

Zusammenfassend bedeutet dies, dass Schlafstörungen einerseits Symptom, andererseits eigenständiges Krankheitsbild sein können. In beiden Fällen ist eine fachärztliche Diagnostik und Behandlung angezeigt.
 

Symptom Schlafstörung

Neben zu viel Stress am Tag, Aufregung oder vielleicht einfach zu viel Ruhe, können Schmerzen, vermehrter Harndrang, Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen oder Herz-Kreislauferkrankungen unmittelbare Auslöser für Schlafstörungen sein. In diesen Fällen ist vorrangig die Grunderkrankung zu behandeln, bevor über Therapien der Schlafproblematik nachgedacht wird. Hier ist der Hausarzt erster Ansprechpartner, der an den entsprechenden Facharzt überweist. Neben der Behandlung der Grunderkrankungen kann der Patient mit entsprechenden Verhaltensmaßnahmen wie Stressreduzierung, geregeltere Mahlzeiten, körperliche Aktivität oder Entspannungsübungen selbst zu einer Linderung seiner Beschwerden beitragen.
 

Insomnie – Schlafstörung basierend auf psychischen Defekten

Zeigt die Eigeninitiative nach vier Wochen keine nachweislichen Erfolge, hält also die nächtliche Unruhe länger als vier Wochen an, dann spricht der Facharzt von der Insomnie. In diesem Fall ist eine ärztliche Untersuchung unbedingt angezeigt, eventuell sollte auch ein Neurologe hinzugezogen werden, denn nicht selten verbergen sich hinter Schlafstörungen auch psychische Defekte, die nur von einem Facharzt diagnostiziert werden können.


Das Schlaflabor

Stellt sich nach der neurologischen Behandlung keine wesentliche Besserung ein, sind Messungen und Behandlungen im Schlaflabor angezeigt. Hier wird nicht nur der Schlaf überwacht und untersucht und auf die Psyche untersuchend eingegangen, sondern das Problem Insomnie ganzheitlich angegangen.

Die therapeutischen Maßnahmen setzen sich zusammen aus:

  1. Grundlegende Wissensvermittlung über den Schlaf. Was ist Schlaf? Warum ist ausreichender, gesunder Schlaf wichtig?
  2. Schlafhygiene – hierunter verstehen sich alle Maßnahmen, die Basis für einen guten und gesunden Schlaf sind und diesen fördern
  3. Intensives Eingehen auf die persönliche Einstellung zum Schlaf
  4. Tipps, Tricks und Anwendungen zum Umgang mit Stress
  5. Schlaffördernde sportliche Aktivitäten
  6. Entspannungsübungen 
  7. Genusstraining

 

 

Schnarchen macht Krank. Durch zeitweiligen Atemstillstand:

  1. über 10 Sekunden
  2. min. fünfmal in der Stunde
  3. fehlender Tiefschlaf
Das "krankmachende Schnarchen" mit zeitweiligem Atemstillstand wird als Schlafapnoe bezeichnet, bei der die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn erheblich eingeschränkt ist.
 
 
Vom Schlafenden unbemerkt wird der Schlaf durch permanente Weckreaktionen unterbrochen, die gesundheitliche Schäden verursachen, z.B. durch
  1. Belastung des Herz-Kreislauf-Systems
  2. Blutdrucksteigerung
  3. erhöhtes Schlaganfallrisiki
  4. belastende Tagesmüdigkeit usw.
Bei Menschen mit Übergewicht führen Fetteinlagerungen zur Einengung der Luftwege. Dadurch wird
  1. der Luftstrom beschleunigt
  2. die Vibration der Weichteile erhöht und
  3. das Schnarchgeräusch verstärkt
Den Schweregrad einer Schlafapnoe kann nur ein Schlafmediziner feststellen und die erforderliche Therapie bestimmen.

Schlafhygiene

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Schlafapnoe Syndrome

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Dr. K. Benotmane


Schlafmedizin, Allergologie, Umweltmedizin, Flugmedizin

Schlafapnoe-Therapie macht Herz wieder fit

© Howard Sandler / fotolia.com

Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe oder mit Bluthochdruck haben eines gemeinsam: Ihr Herz weist ähnliche strukturelle Veränderungen auf. Britische Forscher haben jedoch einen Weg gefunden, wie diese sich zurückbilden. Link zum kompletten Artikel in der ÄrzteZeitung.

Schlaflabor Flyer

Schlaf: Der Online-Test

Schlafmedizin und erektile Dysfunktion

Besserer Schlaf bessert auch erektile Dysfunktion. In einer Studie, die beim Kongress Sleep 2012 in Illinois/USA vorgestellt wurde, konnte nachgewiesen werden dass nach einer  sechsmonatigen Behandlung mit einer CPAP Maske (die mit leichter Überdruck mehr Luft in die Lunge befördert) die sexuelle Funktionsfähigkeit und Zufriedenheit bei den meisten Männern verbessert wird.

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