CBD-Öl Wundermittel oder doch nicht?

CBD-Öl Wundermittel oder doch nicht?

Zur Zeit gibt es einen regelrechten Hype rund ums CBD-Öl. Man findet das Öl in Tropfenform, Tabletten, Kaugummis oder Bonbons. Aber handelt es sich wirklich um ein Wundermittel, das einen breiten Einsatzradius hat? Oder ist es doch nur Scharlatanerie?

Hanföl und sein Hype

Hanföl oder CBD-Öl verursacht keinen Rausch, soll aber eine tiefe Entspannung bringen. Die entspannende Wirkung beginnt eine halbe Stunde nach der Einnahme. Cannabis gibt es in verschiedenen Verarbeitungsformen und wird seit langer Zeit schon in der Medizin eingesetzt, Hierzulande ist der Kauf von medizinischem Cannabis als Heilmittel bereits seit 2017 legal. Dennoch ist er weiter umstritten. Allerdings gibt es spezielle Cannabinoide auf dem Markt, die man frei verkauft werden. Dazu gehört beispielsweise CBD, steht für Cannabidiol. Das Öl gewinnt man aus der weiblichen Hanfpflanze und es wird ihm viele gute Eigenschaften nachgesagt. So steigert sich das Wohlbefinden, gerade bei Schmerzpatienten, bei einer Multiplen Sklerose oder Krankheitsbilder wie sie eine Psychose zeigt. Vom Gesetzgeber her gesehen, ist CBD nicht psychoaktiv. Das bedeutet, dass es nicht unter das Betäubungsmittelgesetz fällt und somit legal gekauft wird. Mittlerweile kann man CBD-Öl auch in Apotheken kaufen. Als Verwendungsformen gibt es CBD-Produkte wie beispielsweise hempmate. Andere Verwendung findet man CBD in Tropfen, Öl oder auch Kosmetikas.

CBD – Wundermittel oder Quatsch?

Ein Allheilmittel ist CBD-Öl wohl nicht. Beim Kauf sollte man aber darauf achten, dass das THC (für den Rausch zuständig) unter 0,2 % liegt. Generell ist der Anbau von Cannabis illegal. Dabei spielt es keine Rolle, in welcher Form das Öl verarbeitet ist. So ist es beispielsweise dennoch verboten, nach §29 Betäubungsmittelgesetz auch Besitz oder der Handel von Cannabis oder THC. Einzige Ausnahme gilt beim medizinischen Konsum. Dazu muss eine ärztliche Verordnung vorliegt. Legal sind dann Cannabionide unter dem THC-Grenzwert. Diese zählt man zu den Nahrungsergänzungsmittel. Der Käufer muss volljährig sein, also 18 Jahre. CBD das Arznei-oder Heilmittel deklariert wird, ist dann verschreibungspflichtig. Es muss demnach ein Rezept für Betäubungsmittel vom Arzt verordnet werden. Dadurch will man verhindern, dass CBD-Öl von verschiedenen Marketingabteilungen sehr gerne als Wundermittel vermarktet wird. Solche Versprechungen sind vom Gesetzgeber verboten.
Aber wie sieht es mit der CBD-Wirkung nun aus, hat es vielleicht gar keine?

CBD – Ist der Hype angemessen?

Selbstverständlich ist es auf keinen Fall so, dass CBD gar keine Wirkung hat. Lediglich besteht ein Verbot, CBD als Allheilmittel zu vermarkten. CBD-Öl kann keine schwere Erkrankung, wie ein Krebsleiden heilen. Auch gibt es keinen Alterungsprozess, und demnach auch keine Wunden, die in ein paar Sekunden verschwinden. Auch ist es kein Wundermittel bei physischen und psychischen Problemen. Aber dennoch, hat CBD eine Wirkung, die sogar in Studien getestet wurden. Außerdem gibt es zahlreiche Studien, die eine positive Wirkung auf den Körper zeigten.

Krebs: die Cannabiniode schränken das Wachstum der Tumorzellen und deren Verbreitung ein
Alzheimer: der degenerative Prozess im Gehirn verlangsamt sich
chronische Schmerzen: nebenwirkungsfreie Alternative zu Opioiden
Epilepsie: hier wird ein Mischungsverhältnis von 20:1 mit THC die Anfälle stark einschränken. Hier ist es aber wichtig, vor der Einnahme den Arzt zu fragen.
Multiple Sklerose: hier wurden die Begleiterscheinungen wie etwa Ermüdungserscheinungen, Inkontinenz, Schmerzen, als auch Depressionen durch die Einnahme von CBD deutlich gelindert


Depressionen: hier zeigt CBD, dass es durchaus chemische Antidepressiva ersetze kann nur ganz ohne Nebenwirkungen
Schizophrenie: die Wahrnehmungsstörungen linderte hier ebenfalls das CBD

Außerdem wird eine entzündungshemmende Wirkung beobachtet. Auch bei Autismus hat sich das Öl bewährt.
Das CBD kann in der Medizin auch bei:

– Fibromyalgie,
– ADHS
– Migräne
– Rheuma oder
– Parkinson eingesetzt

Allerdings gibt es bei den vorgenannten Krankheiten noch keine wissenschaftliche Bestätigung dazu. Auch kann man einen zunehmenden Einsatz bei Nebenwirkungen von anderen Medikamenten feststellen.
Ja, der Hype rund um das CBD-Öl hat seine Daseinsberechtigung. Dennoch sollte man mit seinen Erwartungen zurückhaltend bleiben.

Fazit: Ist CBD-Öl ein Wundermittel oder doch Betrug?

Im Grunde genommen weder noch! Sicherlich haben Marketingabteilungen den Hype erkannt und möchten möglichst viel Profit erzielen. Die Erwartungen der Verbraucher wird angeheizt, wobei einige Unternehmen CBD tatsächlich als Wundermittel anpreisen. Dennoch ist nicht von der Hand weisen, dass CBD eine positive Wirkung bei vielen Beschwerden zeigt. Es ist also kein Wundermittel, ein Betrug oder Schwindel ist es aber auch nicht. Es gibt nicht wenige Menschen, deren Wohlbefinden sich positiv verbessert hat. Auch ein Fortschreiten, beispielsweise bei einer schweren Erkrankung, konnte beobachtet werden. Letztendlich aber können Betroffene die Wirkung von CBD ausprobieren, sollten aber vor der ersten Einnahme einfach ihren Hausarzt fragen.
Übrigens ist es wichtig zu wissen:
Wer sich CBD-Öl über das Internet bestellt, sollte darauf achten, dass hochwertige Produkte auswählt. Experten raten dazu ab, das Öl in China zu kaufen. Als Preisstandard für ein 5%iges Öl sollte bei 30 – 40 Euro liegen. Wer auf sicher gehen möchte, sollte sich die Analysezertifikate der Hersteller betrachten. Ansonsten besser i der Apotheke kaufen.

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