In einem hygienischen Bett schlafen: Diese Faktoren sind entscheidend

In einem hygienischen Bett schlafen: Diese Faktoren sind entscheidend

Im Bett verbringen wir circa ein Drittel unserer Lebenszeit und dennoch wird die Betthygiene in Deutschland sehr vernachlässigt. Der Schlaf ist aber niemals gleichmäßig gesund oder erholsam, sondern kann schon von Kleinigkeiten beeinflusst werden. So entscheidet auch die Bettpflege darüber, ob die Schlafqualität eher miserabel ist oder für eine tolle Stimmung am nächsten Morgen sorgt.

Es muss nämlich bedacht werden, dass jeder Mensch etwa einen halben bis ganzen Liter Flüssigkeit durch das schwitzen verliert. Zusätzlich werden Hautpartikel abgesondert, welche eine ideale Nahrungsquelle sind für Milben. Die Milben sind an und für sich ungefährlich, allerdings können Sie die Hausstauballergie auslösen.

Kommen wir nun dazu, wie eine optimale Betthygiene aussieht. Wer diese Tipps und Tricks folgt, wird schon bald haunah selbst erleben, weshalb es so entspannend sein kann, in einem frischen Bett aufzuwachen. Zudem erklären wir auch die Vorteile einer professionellen Polsterreinigung.

 

Die richtige Waschtemperatur bei Bettwäsche

Sofern es in der Pflegeanleitung der Bettwäsche steht, sollte diese stets bei 60 Grad gewaschen werden. Hierbei sollte auch bedacht werden, dass Weichspüler nicht unbedingt bei allen Stoffarten verwendet werden sollte, denn die Fasern können untereinander verkleben. Hierdurch wird die Atmungsaktivität der Stoffe sehr beeinträchtigt.

Abgesehen von der Bettwäsche sollten auch die Inlets gewaschen werden, damit sich die Schlafqualität überhaupt bessern kann. Getrocknet werden können beide Elemente ganz einfach an der frischen Luft.

 

Kleine Fasern mit großen Vorteilen

Bettwäsche, Decken und Kissen sind das, was jedes Bett benötigt. Die Gemütlichkeit kann durch einfache Handgriffe bereits verbessert werden. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass es sich um Mikrofaser handelt. Diese kleinen Kunstfasern haben nämlich sehr viele Vorteile. Zu einem sind sie sehr strapazierfähig und zum anderen atmungsaktiv und äußerst pflegeleicht.

Ein weiterer und nicht unerheblicher Vorteil: Hausstauballergiker profitieren massiv, denn die Milben können sich in dem feinen Gewebe nicht aufhalten. Milben sind tatsächlich ein Problem, denn circa eine Million Milben können sich in ein Bett einnisten. Kein angenehmer Gedanke?

 

Schlafkomfort erhöhen mit frischer Luft

In der Waschmaschine befinden sich die Bettbezüge? Jetzt gilt es nur noch eine Möglichkeit zu finden, wodurch das Bettzeug möglichst viel Luft abbekommt. Empfohlen wird es, die saubere Fensterbank zu verwenden oder den Balkon. Dabei kann reichlich frische Luft getankt werden und trocknen. Milben und Feuchtigkeit haben somit keine Chance. Mindestens zwei Stunden sollten Bettdecke und Kissen an der frischen Luft verbleiben.

In dieser Zeit kann die Matratze abgesaugt und umgedreht werden, sodass sich der Schlafkomfort entsprechend erhöht. Übrigens ist es auch für den Menschen sehr empfehlenswert, wenn vor dem Schlafen und nach dem Aufwachen etwa 15 bis 20 Minuten gelüftet wird. Wenn es dadurch kalt wird, dann ist es absolut kein Problem. Kalte Raumtemperaturen sind zum Schlafen immer besser. Die ideale Raumtemperatur beträgt 16 bis 18 Grad, dies ergab eine Studie der University of South Australia. Zusätzlich kam man zum Fazit, dass diese Menschen weitaus gesünder sind.

 

Bett sollte niemals am Morgen gemacht werden

Damit die Betthygiene maximiert werden kann, sollte das Bett niemals direkt am Morgen gemacht werden, denn somit wird die Feuchtigkeit in der Matratze „eingesperrt“ und die Milben erhalten dadurch ideales Klima, um sich zu vermehren. Die Matratze muss zuerst einige Stunden trocknen, bevor das Bett wieder hergerichtet werden kann.

Übrigens: Eine professionelle Matratzenreinigung ist das A und O! Ein Dienstleister sollte regelmäßig beauftragt werden, damit alle Verschmutzungen aus der Matratze entfernt werden können. Dies kommt dem Material zugute und auch der Gesundheit.

 

Bettwäsche alle zwei Wochen wechseln

Leider wird auch dieser Punkt häufig missachtet. Das Bett sollte regelmäßig frisch bezogen werden und die allgemeine Empfehlung liegt hier bei etwa zwei Wochen. Die Bettwäsche saugt nämlich Hautpartikel, Milben und das Salz vom Schweiß gut auf und sollte diese Zeit überschritten werden, dann ist dies absolut nicht mehr hygienisch.

 

Die Gründe, weshalb Betthygiene so wichtig ist

In Deutschland wird die Betthygiene nicht so ernst genommen. Der Fachverband der Matratzenindustrie sagt, dass eine Matratze etwa alle sieben Jahre gewechselt werden sollte, denn ab diesem Zeitpunkt gilt die Matratze als durchgelegen. Hierzulande wird die Matratze jedoch erst alle 14 Jahre gewechselt und das hat auch gesundheitlich Nachteile. Die Matratze verliert über die Zeit hinweg die Funktion, die Wirbelsäule ausreichend zu stützen.

Zusätzlich wird die Matratze mit der Zeit immer schwerer, denn wie bereits angesprochen verliert ein Mensch durch das schwitzen jede Nacht kontinuierlich Flüssigkeit. Auf zehn Jahre hochgerechnet wären das 1800 Liter Schweiß! Helfen würden hier Matratzenschoner und regelmäßiges Lüften. Die entsprechende Schlafunterlage sollte mindestens einmal im Monat bei 60 Grad gewaschen werden – eher empfohlen werden auch hier alle zwei Wochen.

Weiterhin sind auch die gesundheitlichen Aspekte sehr wichtig. Wenn mit Kuscheltieren geschlafen wird, dann sollte nicht vergessen werden, diese für zwei Tage in eine Plastiktüte zu verpacken und diese einzufrieren. Sowohl hohe als auch sehr niedrige Minustemperaturen können Milben effektiv vernichten. Anschließend kann das Kuscheltier bei 60 Grad in der Waschmaschine gewaschen werden und an der frischen Luft getrocknet werden.