Kieferzysten

Kieferzysten

Zysten sind meist Zufallsbefunde, die bei einer Röntgenuntersuchung beim Zahnarzt auffallen. Zysten sind mit Epithel ausgekleidete Hohlräume, die meist mit einer zähen Gewebsflüssigkeit gefüllt sind. Je mehr Flüssigkeit sich ansammelt, desto größer wird die Zyste. Sie wachsen langsam, können aber das benachbarte Gewebe verdrängen und müssen daher in jedem Fall behandelt werden. Zysten können unterschiedlichste Ursachen haben. Diese Formen können im Kieferbereich auftreten:

  • Follikuläre Zysten

    Entstehen aus Gewebe der Zahnanlagen und sind als Entwicklungsstörungder Zahn- und Kieferentwicklung zu verstehen.

  • Keratozysten

    Gutartige Tumore, die allerdings wesentlich aggressiver als die genannten Zysten in umgebende Strukturen wachsen und aktiv Knochen abbauen. Obwohl gutartig, kann der zystische Tumor Tochterzysten bilden, die nach einer Entfernung immer wieder an neuer Stelle im Kiefer auftreten können.

  • Weichgewebszysten

  • Radikuläre Zysten

Oftmals vergrößern sich Zysten symptomlos. Sie wachsen in Richtung des geringsten Widerstandes und können sich auf diese Weise relativ hemmungslos ausbreiten. Diese mit Flüssigkeit gefüllten Hohlräume können mit zunehmendem Wachstum zu Schädigung von Kieferknochen und Zähnen führen, sodass trotz Beschwerdefreiheit eine Therapie angestrebt werden sollte.

Zystektomie – die Zystenausschälung

Der Knochen über der Zyste wird abtragen, so dass der Zystenkörper ausgeschält werden kann. Die entstehende Knochenhöhle regeneriert in der Regel vollständig. Ist ein Zahn Ursache für die Zyste, kann eine Wurzelspitzenresektion oder aber die Zahnentfernung des betroffenen Zahnes angezeigt sein, um ein erneutes Wachstum zu verhindern. Der Eingriff erfolgt in der Regel unter lokaler Betäubung und kann ambulant durchgeführt werden.

Zystosteotomie – Fenstern der Zyste

Dieser chirurgische Eingriff findet bei sehr großen Zysten Anwendung. Auch hier wird die knöcherne Wand zur Mundhöhle hin abgetragen und die Zyste eröffnet. Der Zystenkörper, auch Balg genannt, verbleibt im Knochen und wird intensiv gespült. Zudem wird eine Drainage eingelegt. Durch das Leeren und Drainieren wächst die Zyste nicht mehr weiter und der Hohlraum wird allmählich kleiner. Der Eingriff erfolgt in der Regel unter lokaler Betäubung und kann ambulant durchgeführt werden.

Ihre behandelnden Ärzte

Dr. Franziska Angermeier

Frau Dr. Angermeier hat ihre zahnärztliche Vorbereitungszeit abgeschlossen und bereits ein Jahr in einer freien Praxis gearbeitet. Nun absolviert sie bei uns die Weiterbildung zur Fachzahnärztin für Oralchirurgie.

Dr. med. dent. Julie Rohde

Frau Dr. Rohde war schon in ihrer Weiterbildungszeit zur Fachzahnärztin für Oralchirurgie drei Jahre bei uns in der Klinik. Wir freuen uns, sie jetzt als fertig ausgebildete Fachzahnärztin für Oralchirurgie, wieder in unserer Klinik begrüssen zu dürfen.

Dr. Robert Frey

Dr. med. dent. Robert Frey

Fachzahnarzt für Oralchirurgie • Ärztlicher Direktor

Neben der allgemeinen zahnärztlichen Chirurgie liegen seine Arbeitsschwerpunkte in der chirurgischen Schlafapnoe-Therapie, Kieferfehlstellungschirurgie und der computergestützten Implantologie . In seinen Aufgabenbereich fallen vor allem komplexe Kieferumstellungs-Operationen und schwergradige Formen der obstruktiven Schlafapnoe.

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