Sinuslift

Sinuslift

Unter einem Sinuslift versteht man eine kieferchirurgische Operation, in welcher der Kieferhöhlenboden angehoben und so ein Knochenlager für Implantate geschaffen werden kann.

Der Sinuslift nach Dr. Frey wurde erstmalig im Jahr 2004 dem internationalen Fachpublikum vorgestellt. Das Verfahren findet immer mehr Anwender im In- und Ausland, in Universitätskliniken wie auch bei niedergelassenen Kollegen. Diese minimalinvasive Methode wurde entwickelt, um Menschen mit starkem Knochenabbau im Oberkiefer Seitenzahngebiet qualitativ hochwertige, stabile und langfristig haltbare Implantate einsetzen zu können, ohne dabei auf Fremdmaterialien zurückgreifen zu müssen.
Mit diesem Verfahren werden Nekrosen vermieden und die Regenerationszeit des Knochens wird beschleunigt. Der Eingriff erfolgt simultan zur Implantatinsertion und schafft ein hervorragendes Fundament für Implantate. Nehmen Sie sich im Anschluss an unsere Erläuterungen und Informationen die Zeit und sehen Sie sich unser kurzes Video an. Gerne informieren wir Sie in einem persönlichen Gespräch ausführlich und zeigen Ihnen, dass wir auch Ihre Kiefersituation funktionsfähig mit festem Zahnersatz wiederherstellen können.

Prinzip der Augmentation (Erhöhung des Oberkieferknochens, zur Implantateinsetzung)

Bisher war ein Sinuslift nur durch die Restknochenhöhe limitiert: Abhängig von der Resthöhe war ein minimalinvasiver Eingriff nicht möglich. Diese Einschränkungen haben durch das von Dr. Frey entwickelte Verfahren ihre Gültigkeit verloren. Sowohl die OP Technik, als auch 5 Jahres Ergebnisse wurden bereits international vorgestellt und veröffentlicht. Das Operationsprotokoll ermöglicht eine Implantatinsertion bei nur 1 mm Restknochenhöhe. Das Verfahren beruht auf einer Knochenverschiebung (siehe Video) und wurde aus der Neurochirurgie abgeleitet.

  • Gesichtsschwellungen lassen sich komplett vermeiden
  • Es werden keine Fremdmaterialien benötigt
  • Keine Entnahme von Knochen aus anderen Körperregionen (Zweiteingriff)
  • Die Durchblutung des verlegten Knochengewebes wird nicht unterbrochen. D.h. keine Gefahr der Nekrose (Absterben) wie bei bisherigen Verfahren beobachtet
  • Die Infektionsgefahr wird deutlich reduziert
  • Durch den verwendeten vitalen lokalen Knochen verkürzt sich die Verknöcherungszeit, dies führt zu einer schnelleren Knochenregeneration
  • Die Einheilungszeit wird auf 3 Monate verkürzt, dies ist die Hälfte bisheriger Regenerationszeiten

Was ist Knochenabbau?

Es gibt mehrere Ursachen, die einen Knochenabbau im Kieferbereich begünstigen.
  • Das Alter

    Die Menschen werden immer älter. Das Gebiss ist auf eine Lebenserwartung von ca. 35 Jahren angelegt. Dem Fortschritt und der Entwicklung der Menschheit sei dank, erreichen wir heute ein weitaus höheres Alter. Knochenabbau ist also durchaus eine ganz natürliche altersbedingte Erscheinung.

  • Entzündliche Prozesse

    Die wesentlichen Gründe liegen in einer anhaltenden oder fortgeschrittenen Parodontitis. Durch unterschiedliche Faktoren entstehen Zahnfleischentzündungen und es kommt im weiteren Verlauf zu Knochenabbau und Taschenbildung. Unbehandelt schreitet der Knochenabbau stetig weiter fort, sodass sich die Zähne lockern und verloren gehen. Die Zahnärzte in der Seegartenklinik beurteilen Ihr Zahnfleisch bei jeder Kontrolluntersuchung, um Parodontitis schnellstmöglich entgegen wirken zu können und so einen weiteren Knochenabbau zu verhindern.

  • Nicht versorgter Zahnverlust

    Wenn ein Zahn verloren geht, dann baut der Körper das nicht mehr benötigte Zahnfach um. Wird die Lücke zügig mit einem Implantat versorgt, ist der Knochenverlust oft nur minimal. Bleibt die Lücke jedoch für längere Zeit unversorgt, so baut der Körper den nicht mehr benötigten Knochen immer weiter ab.

  • Druckbelastung

    Eine herausnehmbare Prothese stützt sich immer auch auf dem Zahnfleisch und somit auch auf dem Knochen ab. Durch diese regelmäßige unphysiologische Druckbelastung baut sich der Knochen über die Jahre oft sehr stark ab. Dadurch wird der Prothesenhalt mit den Jahren auch immer schlechter.

  • Krankhafte Veränderung des Kiefers

    Seltener sind krankhafte Veränderungen des Kiefers, wie zum Beispiel Zysten oder Tumore, die zu Knochenabbau führen.

Wenn Sie sich nun ein Röntgenbild Ihrer Zähne anschauen oder ins Gedächtnis rufen, stellen Sie fest, wie weit eine gesunde Zahnwurzel in den Kieferknochen ragt und wie viel Knochensubstanz sie umgibt. Ähnliche Voraussetzungen bedarf es für ein Implantat. Eine Faustregel besagt, dass der Kieferknochen in seiner Masse eine Mindesthöhe von 8 mm und eine Mindestbreite von 5 mm nicht unterschreiten darf. Der Blick auf ein Lineal zeigt, das ist nicht viel. Ist dieses Knochenangebot nicht gegeben, kann ein Implantat nicht stabil gesetzt werden. In solchen Fällen bauen die Zahnärzte in der Seegartenklinik Ihren Knochen zeitgleich mit der Implantation auf.

Die gute Nachricht

Durch den Sinuslift nach Frey gelingt es, den Knochen zu regenerieren, die verlorene, abgebaute Knochensubstanz wieder aufzubauen und das ohne Knochenersatzmaterialen oder einer Knochenentnahme aus anderen Körperregionen. Diese Operationsmethode werden wir Ihnen in der Folge näher bringen und erläutern.

Der Knochenaufbau

Bei den meisten Implantatversorgungen ist ein simultaner Knochenaufbau notwendig. Bei der Sinuslift Operation nach Frey wird dazu der Knochen aus der Umgebung bzw. der Insertionsstelle des Implantates verwendet.  So kann der Knochen ohne einen weiteren oder größeren Eingriff aufgebaut werden.

Der Knochenaufbau mit Knochenersatzmaterialien

Zahnmediziner greifen auf Knochenersatzmaterialien zurück, um größere Knochendefekte zu verschließen.

Man unterscheidet hierbei folgende 4 Typen:

  • autogen
  • allogen
  • xenogen
  • alloplastisch

Autogener Knochen stammt vom Patienten selbst und kann an verschiedenen Stellen gewonnen werden. Klassische Entnahmestellen sind der Kieferwinkel oder der Beckenkamm. Auch bei Knochenbohrungen anfallende Knochenspäne werden verwendet.

Allogener Knochen stammt von einem anderen Menschen. Dieser wird aufwendig aufbereitet, sodass nur noch

Xenogener Knochen stammt von einer anderen Spezies, z. B. vom Rind (bovin), Pferd (equin) oder vom Schwein (porcin).

Alloplastischer Knochen ist synthetisch hergestelltes Knochenersatzmaterial wie Trikalziumphosphat oder Hydroxylapatit.

Einer der Beweggründe für Dr. Robert Frey, sich mit Alternativen zu den standardisierten Implantatsvorbereitungen zu beschäftigen war, dass die Verwendung von Knochenersatzmaterialen – egal ob biologisch oder synthetisch hergestellt – eine Nachteile birgt. Neben den hohen Kosten,kann es postoperativ zu Entzündungen, Wundheilungsstörungen und Abstoßungsreaktionen kommen. Dennoch wurden Knochenersatzmaterialien in der Vergangenheit vielfach erfolgreich verwendet.

Dr. Robert Frey war es jedoch ein Anliegen auf Knochenersatzmaterialien ganz verzichten zu können. Er wollte das Verfahren des Knochenaufbaus weiterentwickeln, vereinfachen und noch sicherer gestalten. Sein Ziel war es Risiken und Nebenwirkungen beim Knochenaufbau zu minimieren und dabei eine hochwertige Basis für Implantate zu schaffen.

Knochenaufbau nach Dr. R. Frey – Sinuslift

Viele Jahre stellten Kiefer, die nicht über eine ausreichende Knochenhöhe oder Knochenbreite verfügten ein großes Problem in der Implantologie dar. War die Höhe des Kiefers geringer als 5 mm, mussten zwei operative Eingriffe vorgenommen werden. In der ersten Sitzung wurde lediglich der Knochen aufgebaut und in der zweiten Sitzung (3 – 6 Monate später) konnte erst die Implantatinsertion stattfinden. Diese Augmentationen waren sehr invasive Verfahren, da mehr Knochen aufgebaut werden musste als benötigt wurde, da der aufgebaute Knochen ohne zeitgleiche Implantation oft bis zur Hälfte wieder resorbiert wurde. Der Körper baut das was er glaubt nicht zu brauchen einfach wieder ab. Für minimalinvasive Verfahren waren die Behandler an die zugelassene Restknochenhöhe von 6 mm gebunden.

Mit seiner wissenschaftlichen Arbeit und Forschung auf diesem Gebiet und der daraus resultierenden Sinuslift-Operationstechnik, gelang es Dr. Robert Frey, diese Probleme und Einschränkungen aufzuheben. Der Sinuslift nach Dr. Frey wurde international vorgestellt und in der Fachpresse diskutiert. Seit 2004 profitieren Patienten von der neuen Operationsmethode und vertrauen der Kompetenz der SeegartenKlinik und dem Team von Dr. Frey. Die zunehmende Anzahl von Kollegen welche dieses neue Verfahren nach Dr. Frey nutzen und die Zufriedenheit zahlreicher Patienten bestätigen die Vorteile dieses Vorgehens gegenüber anderen Methoden.

 

Das Problem mit der Knochenhöhe

Die Gründe für Knochenabbau wurden Ihnen im Vorfeld bereits erläutert. Hinzu kommt, dass bedingt durch die Anatomie des menschlichen Schädels der Oberkiefer weniger Knochen als der Unterkiefer aufweist. Die Sinuslift-Operationstechnik wird angewandt, wenn Knochenabbau dazu geführt hat, dass zwischen Mundraum und Kieferhöhle nicht ausreichend Knochen zur Verfügung steht, um Zahnimplantate stabil und dauerhaft zu verankern. Durch diese Operationsmethode können auch solche Kiefer ohne Fremdmaterial oder Zweiteingriff aufgebaut werden, die weniger als 4 mm Knochenhöhe aufweisen. Somit können Patienten, für die Implantate bislang nicht in Frage kamen, oder die den unfangreichen Eingriff scheuten, dennoch hochwertig mit Implantaten versorgt werden.

Knochenaufbau ohne Fremdmaterialien

Körpereigenes Knochengewebe ist auf Grund seiner Wachstumsfaktoren besser als Knochenersatzmaterial und stellt den Goldstandard bei Knochenaufbauten aller Art dar. Ein weiterer wichtiger Vorteil des Sinuslifts nach Dr. Frey ist, dass der Organismus nicht mit Fremdmaterialien konfrontiert wird und auch keine Entnahme von anderen Stellen des Körpers notwendig wird. Das steigert nicht nur die Verträglichkeit um ein Vielfaches, sondern erspart dem Patienten ein zweites OP-Gebiet.

Während der Sinushebung wird der eigene Kieferknochen gegeneinander verschoben. Dies führt dazu, dass die Durchblutung des Gewebes nicht unterbrochen wird und somit keine Gefahr einer Nekrose besteht. Das Knochengewebe stirbt nicht ab, da es am Gefäßsystem der Kieferhöhle angeschlossen bleibt. Dadurch reduziert sich auch die Infektionsgefahr.Unter Nekrose versteht die Medizin abgestorbenes Gewebe, das unter anderem zu bösartigen Entzündungen führen kann. Der Heilungsprozess wird durch die Verwendung von eigenem, lokalem und vitalem Knochengewebe deutlich verbessert und verkürzt. Der Knochen durchbaut sich schneller als nach der Einbringung fremder Materialien, es kommt zu keinerlei Abstoßungsreaktionen und die Knochenregeneration benötigt weniger Zeit.

Sinuslift

Der Sinuslift oder die Sinus-Augmentation, wird im Bereich der kleinen und großen Backenzähne (Prämolare, Molare) im Oberkiefer durchgeführt. Nach Zahnverlust dehnt sich die Kieferhöhle oft und beansprucht den nicht mehr benötigten Raum für sich. Dadurch ist keine ausreichende Restknochenhöhe mehr vorhanden um ein Implantat stabil im Knochen zu verankern. Die Kieferhöhle, auch Sinus maxillaris genannt, ist von einer Schleimhaut ausgekleidet, die für den Sekretabtransport verantwortlich ist. Diese Schleimhaut nennt man Schneider’sche Membran.

Beim Sinuslift wird der Boden des Sinus maxillaris zusammen mit der Schneider’schen Membran angehoben „geliftet“.

Die Gründe für Knochenabbau wurden Ihnen im Vorfeld bereits erläutert. Hinzu kommt, dass bedingt durch die Anatomie des menschlichen Schädels der Oberkiefer weniger Knochen als der Unterkiefer aufweist. Die Sinuslift-Operationstechnik wird angewandt, wenn Knochenabbau dazu geführt hat, dass zwischen Mundraum und Kieferhöhle nicht ausreichend Knochen zur Verfügung steht, um Zahnimplantate stabil und dauerhaft zu platzieren. Durch diese Operationsmethode kann nun auch der Knochen im Oberkieferseitenzahnbereich ohne Fremdmaterial oder Zweiteingriff aufgebaut werden, der weniger als 4 mm Restknochenhöhe aufweist. Somit können Patienten, für die Implantate bislang nicht in Frage kamen, dennoch hochwertig mit Implantaten versorgt werden.

Die Sinuslift-Operationstechnik nach Dr. R. Frey – Der Eingriff

Das Knochengewebe, welches wir für den Knochenaufbau nutzen, ist körpereigenes, autogenes Gewebe ist, das aus dem Mund- und Kieferbereich transpositioniert wird. In den seltensten Fällen sind wir auf die Entnahme aus anderen Regionen im Mundbereich angewiesen. In der Regel wird ausschließlich mit dem Restknochen an der zu implantierenden Stelle gearbeitet.

Für die Operation selbst, wird mit einem Skalpell am Kieferkamm ein Schnitt gesetzt, der Schnitt verläuft dort wo der Zahn oder die Zähne fehlen und das oder die Implantate vorgesehen sind. Der Operateur klappt das Zahnfleisch zur Seite und legt den Knochen frei. Mit dem PIEZOSURGERY® wird auf dem Kieferkamm ein kleines rechteckiges Fenster geschnitten. Die speziellen Ultraschall-Mikrovibrationen der PIEZOSURGERY® Technologie schneiden nur Knochen. Weichgewebe wird nicht verletzt. Daher wird die Kieferhöhlenschleimhaut nicht verletzt, was für einen Sinuslift zwingend erforderlich ist. Außerdem werden durch diese schonende Schneidetechnik auch die postoperativen Schmerzen auf ein Minimum begrenzt. Die Kieferhöhlenschleihaut, die an dem rechteckigen Knochenblock hängt, wird mit speziellen PIEZOSURGERY® Instrumenten vom umgebenden Knochen schonend gelöst. Mit Osteotomen, das sind chirurgische Instrumente, die einem Flachmeißel ähneln, wird im nächsten Schritt der rechteckige Knochenblock mobilisiert und zusammen mit der Schneider’schen Membran angehoben. Im anschluss wird das Implantat aus Reintitan inseriert.

In der Regel beläuft sich die Einheilungszeit nach der Sinuslift-Methode auf ungefähr 12-14 Wochen.

Risiken während des Eingriffs

Operationen sind immer auch mit Risiken behaftet, über die wir Sie selbstverständlich im Vorfeld umfassend aufklären werden. Die Sinus-Membran stellt die wohl sensibelste Stelle dar. Sie ist so fein, dass die Gefahr besteht, sie während des Eingriffs zu durchstoßen oder anzureißen. Sollte es zu solch einem Defekt kommen, besteht eine erhöhte Infektionsgefahr. Durch eine postoperative Antibiose für 3 Tage lässt sich diese Komplikation beheben. Innerhalb von 10 Tagen ist die Membran erneut zugewachsen. Mehr dazu unter „Nach dem Eingriff“. Wie bei jedem anderen chirurgischen Eingriff auch, besteht die Gefahr von Wundheilstörungen, denen Sie massiv entgegenwirken können und Infektionen. Aus unserer Erfahrung können wir Sie jedoch beruhigen, Infektionen, die zu einen Implantatverlust führen, treten nur äußerst selten auf.

Risiken nach dem Eingriff

Nach der Operation können, wie nach einer Zahnentfernung auch, Schwellungen auftreten. Ebenfalls ist es möglich, dass Nasenbluten auftritt. Wichtig ist, dass Sie nach dem Eingriff nicht schniefen oder die Nase hochziehen. Anstatt die Nase wie gewohnt zu putzen, säubern Sie sie ohne Druck. Um die Nasenschleimhäute feucht zu halten können Sie gerne ein Meerwasser-Nasenspray benutzen. Begleitend erhalten Sie auf Rezept ein Schmerzmittel und zur Abschirmung ein Antibiotikum für 3 Tage.

Kontraindikationen

Patienten mit Heuschnupfen oder saisonalen Allergien, sollten ihren Eingriff auf keinen Fall in die Hochzeit des Pollenflugs legen, sondern den Termin eher für einen Zeitraum wählen, in dem die betreffenden Pollen oder Allergieauslöser nicht aktiv sind.

Patientinnen, bei denen eine Schwangerschaft vorliegt, sollten erst nach der Entbindung operiert werden. Dies hat zum einen mit der benötigten Antibiose und den notwendigen Schmerzmitteln zu tun, und zum anderen mit den benötigten Röntgenaufnahmen.

Sollten Sie in der Vergangenheit Bisphosphonate, oder andere Antiresorptiva eingenommen haben, z. B. wegen Osteoporose oder Krebserkrankungen können Implantate generell kontraindiziert sein. Dies klären wir jedoch vorab in einem ausführlichen Aufklärungsgespräch.

Ein paar Regeln

Um den Erfolg des Eingriffs nicht zu gefährden und einen optimalen Heilungsprozess zu fördern, können Sie selbst eine Menge tun:

Der Eingriff erfolgt in der Regel ambulant und unter lokaler Anästhesie, das heißt, sie können die SeegartenKlinik im Anschluss an die Behandlung direkt verlassen. Trotzdem ist eine solche Operation auch immer mit Stress verbunden, deshalb sollten Sie sich am Besten von jemandem abholen lassen oder ein Taxi nehmen und nicht selbst Auto fahren. Generell dürfen sie nach einer örtlichen Betäubung nicht Auto fahren, da sie im Falle eines Unfalls immer eine Teilschuld hätten, da man in ihrem Blut ein Betäubungsmittel nachweisen könnte.

Sie müssen nicht nüchtern sein – im Gegenteil. Es sei denn, Sie haben sich für eine Behandlung unter Vollnarkose entschieden. Bitte frühstücken Sie ordentlich und kommen Sie nicht hungrig, denn Sie werden nicht gleich nach dem Eingriff kraftvoll zubeißen und essen können, sondern erst wenn die Betäubung vollständig nachgelassen hat. Ein hungriger Bauch macht schlechte Stimmung und Sie sollen sich doch über Ihre neue Versorgung freuen.

In der Regel entstehen keine Schwellungen nach dem Sinuslift. Trotzdem spricht nichts dagegen, wenn Sie die entsprechende Wange nach dem Eingriff kühlen.

Grundsätzlich sind Alkohol und Zigaretten zu vermeiden. Nach dem Eingriff sollte Beides tabu sein, da Nikotin und Alkohol sich negativ auf den Heilungsprozess auswirken und die Wundheilung massiv stören.

Nach dem Essen sollten Sie gut den Mund spülen, um das Operationsgebiet frei von Essensresten zu halten. Zähneputzen ist selbstverständlich erlaubt, jedoch sollten sie im OP-Bereich besonders vorsichtig sein.

Sollten sie nur auf einer Seite Implantate bekommen haben, so sollten sie in den nächsten Tagen nur auf der anderen Seite kauen.

Sollten sie eine herausnehmbare Prothese haben, so sollten sie diese nur so wenig wie möglich tragen und nur äußerst weiche Kost essen. Je weniger sie die Prothese tragen, desto besser verläuft die Wundheilung. Außerdem darf ihre Prothese nicht drücken. Sollte dies der Fall sein, müssen sie sich unverzüglich wieder bei uns vorstellen.

Bitte kontaktieren Sie uns oder Ihren Arzt umgehend wenn

  • eine Schwellung oder Schmerzen auftreten, die sich innerhalb der nächsten zwei Tage nicht bessern oder gar verschlimmern
  • die Blutung länger als einen Tag anhält
  • Sie Fieber bekommen
  • Sie beunruhigt sind und eine Komplikation fürchten

Fakten

In der Regel entstehen keine Schwellungen.

Ja, in den meisten Fällen wird der Sinuslift ambulant unter Lokalanästhesie durchgeführt

Jede Operation birgt Komplikationen. Der Sinuslift ist jedoch ein komplikationsarmer Routineeingriff. Nur in sehr wenigen Fällen kommt es zum Nicht-Einheilen der Implantate. Sollte dies dennoch geschehen, so kann 12 Wochen nach der Entfernung eine erneute Implantation stattfinden.

Im Frontzahnbereich ist selten ein Knochenaufbau nötig. Sollte ein Knochenaufbau doch benötigt werden gibt es andere Augmentations-Techniken.

In der Regel werden immer Antibiotika verabreicht um einer Infektion vorzubeugen.

Während der Schwangerschaft sollte nicht implantiert werden.

Ihre behandelnden Ärzte

Dr. Franziska Angermeier

Frau Dr. Angermeier hat ihre zahnärztliche Vorbereitungszeit abgeschlossen und bereits ein Jahr in einer freien Praxis gearbeitet. Nun absolviert sie bei uns die Weiterbildung zur Fachzahnärztin für Oralchirurgie.

Dr. med. dent. Julie Rohde

Frau Dr. Rohde war schon in ihrer Weiterbildungszeit zur Fachzahnärztin für Oralchirurgie drei Jahre bei uns in der Klinik. Wir freuen uns, sie jetzt als fertig ausgebildete Fachzahnärztin für Oralchirurgie, wieder in unserer Klinik begrüssen zu dürfen.

Dr. Robert Frey

Dr. med. dent. Robert Frey

Fachzahnarzt für Oralchirurgie • Ärztlicher Direktor

Neben der allgemeinen zahnärztlichen Chirurgie liegen seine Arbeitsschwerpunkte in der chirurgischen Schlafapnoe-Therapie, Kieferfehlstellungschirurgie und der computergestützten Implantologie . In seinen Aufgabenbereich fallen vor allem komplexe Kieferumstellungs-Operationen und schwergradige Formen der obstruktiven Schlafapnoe.