Parodontitis

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Parodontitisbehandlung

Sie ist die erste Erkrankung im Mund- und Kieferraum, von der wir hören. Schon die ersten Überredungen unserer Eltern zum Zähneputzen, gipfeln in der Aussage, dass uns sonst das Zahnfleisch entzündet, die Zähne erkranken, sich der Kiefer sich zurückzieht und die Zähne ausfallen, wenn wir nicht ordentliche Mundhygiene betreiben. Die etwas Älteren kennen den Begriff der Parodontose, heute nennen wir den entzündlichen Prozess des Zahnhalteapparats Parodontitis. Wir unterscheiden die Form der Parodontitis anhand ihres Ursprungs:

  • Marginale Parodontitis – Entzündungen entwickeln sich am Zahnfleischsaum
  • apikale Parodontitis – der entzündliche Prozess nimmt an der Zahnwurzelspitze seinen Anfang

Die Entstehung dieser Entzündung ist denkbar einfach. Bakterien vermehren sich auch in der Mundhöhle immer dann, wenn sie ausreichend Nahrung erhalten und wenig unternommen wird, um die Bakterien in Schach zu halten. Sie leben vom Zucker aus Naschkram, Kartoffeln, Nudeln und Essensresten. In den Zahnzwischenräumen bietet sich Bakterien der optimale Ort zur Vermehrung, der selbst beim einfachen Zähneputzen oft nicht ausreichend gesäubert wird. In der Folge vermehrt sich nicht nur die Ansammlung von Bakterien, sondern diese lagern sich, in inniger Eintracht mit unserem Speichel als Belag an den Zähnen ab, der später so hart wird, dass er mit der einfachen Zahnbürste nicht mehr zu beseitigen ist – aus der Plaque wird Zahnstein. Zahnstein und Entzündungen haften zwar offensichtlich am Zahn an, ragen aber durchaus auch in tieferen Regionen, in den Taschen rund um die Zahnwurzel. Solche Taschen hat grundsätzlich jeder Mensch, nur bei Entzündungen im Mund sind diese Taschen deutlich größer, messbar und sichtbar.Sie können sich schon vorstellen, wie es nun weiter geht? Richtig, die Entzündungen haben in den Taschen eine perfekte Bruthöhle gefunden und sich beschränken sich nicht mehr nur rein auf das Zahnfleisch, sondern gehen auch an den Knochen und die Zahnwurzel über. Der Zahn wird locker und muss, so er nicht von selbst ausfällt, gezogen werden. Nur ein Zahnarzt kann mit einer professionellen Behandlung hier noch Schlimmeres verhindern und bereits wackelnde Zähne vielleicht noch erhalten.

Diagnostisch fühlen wir Ihnen zunächst mit einem ausführlichen Gespräch und einer umfangreicheren Untersuchung auf den Zahn. Dabei erheben wir neben den obligatorischen Sicht und Tastbefunden unsere Diagnose auch aus Röntgenbildern und der Endometrie, einem Verfahren, mit dem es uns möglich ist, die Tiefe Ihrer Zahnfleischtaschen ganz genau zu bemessen. Schließlich stehen uns mehrere Therapieansätze zur Verfügung, mit denen wir Ihnen helfen können. Allen voran steht die professionelle Zahnreinigung,die in der Regel auch mit einer umfassenden Schulung einhergeht, in der wir Ihnen dezidiert erklären, wie Sie wirklich richtig Zähneputzen. Mit dem manuellen und wassergekühlten Scailer entfernen wir Ihnen den Zahnstein selbst an den Ihnen unzugänglichen Stellen im Mundraum und polieren im Anschluss die Zähne, um es dem nächsten Zahnbelag etwas schwerer macht, anzuhaften. Die chirurgische Parandontosebehandlung erfolgt quadrantenweise in lokaler Anästhesie oder unter Vollnarkose. Hier wird Ihnen chirurgisch das Zahnfleisch von den Zähnen „abgehoben“, die Zähne unterhalb des Zahnfleischniveaus gereinigt und das Zahnfleisch mit einem speziellen Verband und gegebenenfalls einer kleinen Naht wieder zurückgeführt. In ganz schwierigen Fällen kann auch ein Auffüllen des Kiefers notwendig sein, zum Beispiel, um die spätere Aufnahme von Implantaten zu gewährleisten. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf unseren Seiten unter dem Punkt Sinuslift.

Ihre behandelnden Ärzte

Dr. med. dent. Julie Rohde

Frau Dr. Rohde war schon in ihrer Weiterbildungszeit zur Fachzahnärztin für Oralchirurgie 2 Jahre bei uns in der Klinik. Wir freuen uns, sie jetzt als fertig ausgebildete Fachzahnärztin für Oralchirurgie, wieder in unserer Klinik begrüssen zu dürfen.

Dr. med. dent. Robert Frey

Dr. med. dent. Robert Frey

Fachzahnarzt für Oralchirurgie • Ärztlicher Direktor

Neben der allgemeinen zahnärztlichen Chirurgie liegen seine Arbeitsschwerpunkte in der chirurgischen Schlafapnoe-Therapie, Kieferfehlstellungschirurgie und der computergestützten Implantologie . In seinen Aufgabenbereich fallen vor allem komplexe Kieferumstellungs-Operationen und schwergradige Formen der obstruktiven Schlafapnoe.