Weisheitszahnentfernung

Weisheitszahnentfernung

Die Weisheitszähne sind die dritten großen Backenzähne des Kiefers. Da unsere Kiefer evolutionsbedingt immer kleiner werden, ist für diese Zähne oft nicht ausreichend Platz in der Mundhöhle vorhanden. Daher brechen Weisheitszähne häufig nicht richtig durch oder bleiben ganz im Kiefer stecken. Manche Menschen haben sogar gar keine Weisheitszähne mehr, oder zumindest weniger als 4 Weisheitszähne. Bis die Weisheitszähne durch die Evolution gänzlich verschwinden, müssen diese aber noch operativ entfernt werden, denn ein retinierter oder nur teilweise durchgebrochender Weisheitszahn kann zu zahlreichen Problemen führen.

 

 

 

Wann sollten Weisheitszähne entfernt werden?

  • Bei Entzündungen, oft hervorgerufen durch teilretinierte Weisheitszähne
  • Bei tiefer Karies
  • Wenn der Nachbarzahn durch den Weisheitszahn Schaden nehmen kann
  • Wenn die Lage des Weisheitszahnes zukünftige Entzündungen wahrscheinlich macht
  • Wenn Zysten oder andere unklare Veränderungen an den Weisheitszähnen vorhanden sind
  • Aus Platzmangel, ggf. vor oder nach einer kieferorthopädischen Behandlung
  • Wenn unklare Gesichts- oder Kopfschmerzen bestehen und die Weisheitszähne die Ursache sein könnten
  • Wenn der Weisheitszahn eine Fehlstellung aufweist und ein Hindernis beim Kauen darstellt

Eine Weisheitszahnentfernung erfolgt in der Regel unter lokaler Betäubung. Danach erfolgt ein Schnitt in der Schleimhaut und deren Abhebung. Als nächstes wird der Zahn freigelegt und zur besseren Entfernung ggf. geteilt. Im Anschluss werden die Wunden vernäht und bei Bedarf eine kleine Drainage eingebracht. Nach einer Woche werden die Nähte wieder entfernt.

Ablauf einer Weisheitszahnentfernung

Was gilt es vor und nach der Weisheitszahnentfernung zu beachten?

Bereits angefertigte Röntgenbilder können Sie gerne schon zum Beratungsgespräch mitbringen, sie dienen als Grundlage der Operationsplanung.

In der Regel erfolgt die Weisheitszahnentfernung unter Lokalanästhesie. Grundsätzlich kann die Operation aber auch in Sedierung (Dämmerschlaf) oder in Vollnarkose durchgeführt werden. Hierfür ist die Absprache mit unserem Anästhesieteam nötig. Vor allem für Angstpatienten ist dies eine angenehme Möglichkeit, den Eingriff vornehmen zu lassen ohne etwas mitzubekommen.

Sollte der Eingriff in örtlicher Betäubung erfolgen, ist es ratsam vorher ausreichend zu Essen, da sie nachher erst wieder essen können, wenn die Betäubung nachgelassen hat.

Nach der Operation sollten Sie sich von einer Begleitperson abholen lassen. Sie sollten rechtzeitig Schmerzmittel einnehmen und die Wangen von außen kühlen. In den ersten Tagen empfiehlt sich weiche Kost und auf Sport bzw. größere körperliche Anstrengung zu verzichten.

Bereits nach drei Tagen sollten Sie schmerzfrei sein. Nach einer Woche werden die Nähte wieder entfernt.

Ihre behandelnden Ärzte

Dr. Franziska Angermeier

Frau Dr. Angermeier hat ihre zahnärztliche Vorbereitungszeit abgeschlossen und bereits ein Jahr in einer freien Praxis gearbeitet. Nun absolviert sie bei uns die Weiterbildung zur Fachzahnärztin für Oralchirurgie.

Dr. med. dent. Julie Rohde

Frau Dr. Rohde war schon in ihrer Weiterbildungszeit zur Fachzahnärztin für Oralchirurgie drei Jahre bei uns in der Klinik. Wir freuen uns, sie jetzt als fertig ausgebildete Fachzahnärztin für Oralchirurgie, wieder in unserer Klinik begrüssen zu dürfen.

Dr. Robert Frey

Dr. med. dent. Robert Frey

Fachzahnarzt für Oralchirurgie • Ärztlicher Direktor

Neben der allgemeinen zahnärztlichen Chirurgie liegen seine Arbeitsschwerpunkte in der chirurgischen Schlafapnoe-Therapie, Kieferfehlstellungschirurgie und der computergestützten Implantologie . In seinen Aufgabenbereich fallen vor allem komplexe Kieferumstellungs-Operationen und schwergradige Formen der obstruktiven Schlafapnoe.